Beschnuppern

Problematik/Bildaussage:
Diese Kuh beschnuppert die Scham einer Artgenossin.

Was funktioniert (nicht)?
Das verstärkte Interesse aneinander aufgrund hormoneller Veränderungen.

Ursachen
Das Riechen an der Scham von anderen Kühen ist oft ein Zeichen, dass sich die Kuh in der Vorbrunst befindet..

Ziel
Solche Brunstvorboten wahrnehmen und dokumentieren, damit die Brunst nicht verpasst wird.

Massnahmen
Tier weiter beobachten, um die Brunst nicht zu verpassen. Bei passender Rastzeit ca.12-24 Stunden nach Hauptbrunstbeginn (Duldungsreflex) besamen.

Flehmen

Problematik/Bildaussage:
Das Hochziehen der Oberlippe bei gestrecktem Hals wird als Flehmen bezeichnet.

Was funktioniert (nicht)?
Das Flehmen erlaubt der Kuh Duftstoffe (Pheromone) von Artgenossinnen zu wittern.

Ursachen
Dieses Verhalten sieht man oft in der Vorbrunst. Durch hormonelle Veränderungen verhält sich die Kuh in dieser Weise.

Ziel
Eine gute Brunstbeobachtung erlaubt dem Landwirt möglichst viele brünstige Tiere zu entdecken. Dies trägt entscheidend zu einem guten Besamungserfolg bei

Massnahmen
Tier weiter beobachten, um die Brunst nicht zu verpassen. Bei passender Rastzeit ca.12-24 Stunden nach Hauptbrunstbeginn (Duldungsreflex) besamen.

Duldungsreflex

Problematik/Bildaussage:
Das Tier, welches besprungen wird, zeigt den Duldungsreflex, d.h. sie duldet das Aufreiten, sie „steht“.

Was funktioniert (nicht)?
Der Duldungsreflex ist ein Verhalten der Kuh, welches einem Stier erlaubt die Kuh zu decken. Es ist ein Verhalten, welches die Kuh nur in der Hauptbrunst zeigt. Aber auch die bespringende Kuh kann stierig sein oder kurz davor.

Ursachen
Aufgrund hormoneller Veränderungen (hoher Östrogenspiegel im Blut) verändert die Kuh ihr Verhalten, sie bleibt stehen.

Ziel
Haltung und Umgebung so gestalten, dass die Kühe ihr Brunstverhalten optimal ausleben und damit zeigen können. Brunstverhalten in jedem Fall dokumentieren.

Massnahmen
KB nach ca. 12-24 Stunden nach Hauptbrunstbeginn (Duldungsreflex) gemäss Morgen-Nachmittag-Morgen Regel bei passender Rastzeit.

Brunstschleim

Problematik/Bildaussage:

Klarer, spinnbarer (fadenziehender) Schleim aus der Scham

Was funktioniert (nicht)?

Brunstschleim ist ein deutliches Zeichen für die Brunst.

Ursachen

Das Brunsthormon Oestrogen ist verantwortlich für die Bildung von Brunstschleim. Diese Kuh befindet sich in der Hauptbrunst.

Ziel

Alle Brunstsymptome beobachten und dokumentieren.

Massnahmen

KB nach ca. 12-24 Stunden gemäss Morgen-Nachmittag-Morgen Regel bei passender Rastzeit.

Abbluten

Problematik/Bildaussage:
Ein Rind zeigt blutigen Ausfluss aus der Scheide.

Was funktioniert (nicht)?
Dieses Tier ist etwa zwei Tage vor diesem Blutverlust brünstig gewesen.

Ursachen
Während der Brunst wird die Gebärmutter unter Östrogeneinfluss (Brunsthormon) stärker durchblutet. In der Nachbrunst kommt es zu kleinen Blutungen in den feinsten Blutgefässen (sog. Haargefässe) in der Schleimhaut und Muskulatur und dieses Blut vermischt sich mit dem Nachbrunstschleim aus Gebärmutterhals und Scheide. Der blutige Schleim ist dann an den Haaren der Scham, an der Schwanzunterseite im Bereich der Sitzbeinhöcker und der Hinterschenkel sichtbar. „Abbluten“ tritt bei Rindern häufiger auf als bei Kühen.

Achtung:

  • Das Abbluten spricht nicht zwingend für einen erfolgten Eisprung, ist aber meist ein Hinweis für einen gut funktionierenden Zyklus. 

  • Die Beimengung von Blut im Nachbrunstschleim sagt nichts aus über den Erfolg einer vorausgegangenen Belegung oder Besamung. 

Ziel
Zur täglichen Brunstbeobachtung gehört auch das Kontrollieren der Scham-Schwanzpartie auf Schleim- oder Blutspuren, vorzugsweise bei liegenden Tieren. Bei stillbrünstigen Tieren hat der Landwirt damit einen Anhaltspunkt zur Zyklusphase und kann die Brunstbeobachtung 18-20 Tage darauf intensivieren.

Massnahmen
Abbluten als Solches immer dokumentieren und Brunstbeobachtung entsprechend nach 18-20 Tagen intensivieren.

Kopfauflegen

Problematik/Bildaussage:
Dieses Tier legt seinen  Kopf auf den Rücken einer Artgenossin

Was funktioniert (nicht)?
Das verstärkte Interesse aneinander aufgrund hormoneller Veränderungen.

Ursachen
Verhaltensänderung aufgrund hormoneller Veränderung anfangs Brunst (vor Aufsprungversuch).

Ziel
Solche Brunstvorboten wahrnehmen und dokumentieren, damit die Brunst nicht verpasst wird.

Massnahmen
Tier weiter beobachten, um die Brunst nicht zu verpassen. Bei passender Rastzeit ca.12-24 Stunden nach Hauptbrunstbeginn (Duldungsreflex) besamen.

Alle Texte und Bilder stammen von unserer Partnerseite www.die-fruchtbare-Kuh.ch - mehr Tipps zur Fruchtbarkeit finden Sie dort.